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Landkreis Łęczyca

Die Region, in welcher sich der heutige Landkreis Łęczyca befindet, war bereits im 6. Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung besiedelt. Die Geschichtsforschung ergab, dass sich die damalige Siedlung aber nicht dort befand, wo die heutige Kreisstadt Łęczyca steht, sondern etwas weiter in östliche Richtung (nahe des Dorfes Tum). Das Zentrum war eine slawische Erdburg (auf Polnisch Gród genannt), deren Reste heute noch zwischen Tum und Łęczyca zu finden sind. Damals war hier der heidnische Stamm der Polanen zu Hause.

Als später der polnische Staat gegründet war und die Piasten Mieszko I. und Bołesław I. der Tapfere das Land regierten, befand sich in Łęczyca eine der sieben Kastelleien.

Der Landstrich war einst von großen Sumpfflächen durchzogen. Geografisch befindet sich hier eine Wasserscheide. Hier treffen die Tiefebenen von Masowien und Großpolen aufeinander. Die beiden Flüsse in der Region fließen in zwei verschiedene Richtungen. Der Ner nimmt seinen Weg über die Flüsse Warta und Oder in die westliche Ostsee, während die Bzura in die Weichsel und später in die Danziger Bucht fließt.

Wegen der Feuchtgebiete konnte man hier sichere Burgen errichten. Durch die Lage im Herzen von Polen (zwischen der ersten Hauptstadt Gniezno und der späteren Hauptstadt Kraków gelegen) bekam Łęczyca eine strategische Bedeutung.

Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert gab es hier eine erste Burg. In den Jahren 1138 bis 1144 wählte die Fürstin Salomei (die Witwe von Fürst Bołesław Schiefmund) Łęczyca zu ihrem Sitz.

Im 13. Jahrhundert wuchs die Bedeutung von Łęczyca zu einem Verwaltungszentrum. Neben der Hauptstadt eines großen Fürstentums bekam sie später den Charakter einer Woiwodschaft mit dem Sitz weltlicher Gerichte. Mittelpunkt war eben die Burg.

Zugleich entstand hier auch ein Zentrum des religiösen Lebens. In den Jahren 1141 bis 1161 entstand die romanische Kollegiatskirche als Sitz der Archidiakonats des Łęczyca-Landes.

Es folgte eine Zeit, in welcher Polen in kleine Fürstentümer zerfiel. Die Hauptstadt Kraków (Krakau) war oft umkämpft, weshalb Łęczyca als friedliche Region seine Bedeutung steigern konnte und durch ihre zentrale Lage die Stadt bis zum Ende des 16. Jahrhunderts zu einem Platz der Debatten des kirchlichen Adels und der gesamten polnischen Gesellschaft wurde.

Hier fanden Volksversammlungen sowie Konzile der Kirchenprovinzen statt. Ausschlaggebend für diese Bedeutung waren zwei wichtige Kongresse im Mittelalter. Am ersten (im Jahre 1180) nahm Kazimierz II. Sprawiedliwy (der Gerechte) teil. Dort wurden die Privilegien der Kirche beschlossen. Am zweiten Kongress im Jahre 1285 an dem der Erzbischof von Gniezno Jakub Świnka teilnahm, beschloss man Statute, mit welchen man den steigenden deutschen Einfluss im religiösen Leben von Polen verhinderte.

Im Jahre 1263 erreichte die Kleinstaaterei auch diese Region. Das Herzogtum Łęczyca wurde in die Fürstentümer Łęczyca und Sieradz aufgeteilt.

Seine Stadtrechte erhielt Łęczyca im Jahre 1267. Kasimir III. der Große, als letzter König aus der Dynastie der Piasten, lies die heute noch existierende Burg von Łęczyca und die Stadtmauern errichten. Die Bedeutung der Stadt als Verwaltungszentrum wuchs. König Władysław II. Jagiełło machte Łęczyca zum Tagungsort des polnischen Parlaments (Sejm).

Während der Zeit der "Schwedischen Sintflut" brannten die Truppen des schwedischen Königs Karl X. Gustav die Stadt ab. Danach ging es den Menschen, die überwiegend von Landwirtschaft lebten, richtig schlecht.

Als die Napoleonischen Kriege begannen, wurde Łęczyca zur Garnisionsstadt erklärt und die bereits zur Zeit der preußischen Herrschaft (1793 bis 1806) begonnene Verstärkung der Befestigungsanlagen fortgesetzt.

Łęczyca war immer landwirtschaftlich geprägt. Im Gegensatz zum nahen Łódż und der Stadt Zgierz, welche Zentren der Baumwollverarbeitung wurden, entwickelte sich hier keine wesentliche Industrie. Grund mag auch das ungesunde Klima durch die sumpfige Gegend gewesen sein.

Mennonitische Einwanderer aus Holland, die wegen ihrer Religion vertrieben wurden, kamen mit der Situation besser zurecht und begannen mit der Trockenlegung des Landes. Die Spuren den Mennoniten sind heute noch in diesem Landstrich zu finden.

Die Bevölkerung in dieser Region war während des ersten Weltkrieges sehr gemischt. Neben Polen lebten hier auch deutsche Protestanten, Juden und die holländischen Mennoniten.

In den Jahren des zweiten Weltkrieges wurde die jüdische Bevölkerung völlig ausgelöscht und an den freien Plätzen Deutsche aus dem Baltikum und Wolhynien angesiedelt. Zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war dieser Landstrich mit in die als Schlacht an der Bzura bekannten Ereignisse einbezogen.

Nach Kriegsende versuchte die polnische Regierung hier Industrie anzusiedeln, um Arbeitsplätze zu schaffen. Łęczyca blieb jedoch eine landwirtschaftlich geprägte Region, denn der Boden gibt gute Erträge. Die Gemeinde Grabów ist sogar die heimliche Hauptstadt der polnischen Zwiebeln.

Touristen finden rund um die Kreisstadt Łęczyca interessante Zeugnisse der polnischen Geschichte. Durch die unterschiedlichen Kulturen haben sich verschiedene Traditionen in der Volkskunst und der Folklore herausgebildet, die wir Ihnen in der Präsentation dieses Landkreises näher vorstellen wollen.

Und noch ein Grund in diese Region zu fahren: In Piątek (übersetzt heißt der Ort Freitag) befindet sich das geometrische Zentrum von Polen. Diese Gemeinde gehört ebenfalls zum Landkreis Łęczyca.

 

Landkreisverwaltung

Pl. Tadeusza Kościuszki 1
99-100 Łęczyca

Telefon: 0048 24 388 72 00

Telefax: 0048 24 721 32 17

Internet: www.leczyca.pl

eMail: sekretariat(@)leczyca.pl

 


Tourismusinformation

Pl. Tadeusza Kościuszki 24, 99-100 Łęczyca, (im Gebäude mitten auf dem zentralen Platz, einst Rathaus, heute Standesamt)

Telefon: 0048 24 721 89 65

Internet: pit.leczyca.info.pl

eMail: leczyca(@)iturysta.pl


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