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Traditionen im Landkreis Hajnówka

 

Traditionelle dörfliche Bebauung im Białowieża-Urwald

 

Der Białowieża-Urwald und seine Umgebung gehören zu den Regionen in Polen, wo eine hölzerne Bebauung das Landschaftsbild in den Städtchen und Dörfern dominiert. Hölzerne Scheunen, Hütten, Speicher und andere Wirtschaftsgebäude, industrielle und sakrale Bauten stellen bis heute die wichtigsten Elemente im dörflichen Erscheinungsbild dar. Neben der hölzernen Architektur in diesem Landstrich erhielt sich bis heute auch die ursprüngliche dörfliche Struktur aus Zeiten der ersten Besiedlung oder späteren Veränderungen.

Hier kann man noch originale dörfliche Anordnungen aus dem 16. Jahrhundert finden. Als „szeregówka” bezeichnete Reihendörfer, wo das Haus mit dem Giebel an die Hauptstraße grenzt. Oder adelige Weiler-Dörfer (Einöden), aus dem 19. Jahrhundert stammende Gehöfte in einer Ausprägung, wie sie nur bei Hajnówka und Białowieża vorkommt. Neben dem verlängerten Wohnbereich hatte das Haus auch Kammern für die Dienerschaft und Ställe für das Vieh. Typisch für die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts waren so genannte Kolonien.

Am meisten findet man hier Reihendörfer, welche als Ergebnis der ältesten Landwirtschaftsreform in Europa entstanden, welche auch im Zusammhang mit den Veränderungen des polnischen Flächenmaßes Włóka stehen.

In Reihendörfern hatten alle Gehöfte die gleiche Anordnung: Mit der schmalen Seite, also dem Giebel, standen sie zur Straße. Die einstigen Bewohner hielten sich an die Regel, dass der Ofen stets auf der rechten Seite vom Eingang in die Kammer gebaut wurde. An der linken Seite, am Fenster, stand der große Tisch, an welchem die Familie alle Mahlzeiten einnahm. In einer Ecke hing die heilige Ikone.

Der Giebel zur Straßenseite hatte üblicherweise zwei Fenster. Ein traditionelles Haus war in drei Teile gegliedert, gekennzeichnet durch Balken unter der Decke. Der erste Teil mit Ofen und Tisch bildete den Raum, wo sich die Familie die ganze Zeit aufhielt.

Der zweite Teil des Hauses wurde nur zu besonderen Anlässen genutzt, zum Beispiel an Feiertagen. Unter dem zweiten Balken wurde die Wiege für das Kind aufgehangen. Das war der Teil zum Ausruhen.

Der dritte Teil der Hütte, wo eine Ikone hing, war der Raum Stille, des Glaubens und des Gesprächs mit Gott. Dort stellte man auch den Sarg auf, wenn jemand gestorben war. Man kan auch sagen, dass das Haus wie der Alltag des Menschen eingeteilt war: Geburt, Leben und Tod.

Zu den vielen Dörfern, wo die alte hölzerne Architektur noch erhalten ist, zählen Puchły, Soce, Trześcianka, Dubicze Cerkiewne, Masiewo, Grabowiec und Nowe Berezowo. Hier sieht man eine enorme Vielfalt an hölzernen Ornamenten an den Häusern, wie sie in keiner anderen polnischen Region anzutreffen sind. Geschnitzte Fensterläden, durchbrochene Fensteröffnungen, hölzerne Eckverzierungen oder „Ganek“ genannte Vorlauben. Interessant sind auch die ausgesägten hölzernen Verzierungen an den Giebeln, welche oft zu einem Mosaik zusammengesetzt sind.

Typisch sind auch die erhaltenen traditionellen Unterteilungen der Bauernhöfe in Garten, Obstwiese und Gemüsegarten. In den Vorgärten baut man für die häusliche Küche benötigte Gewürzkräuter an (Rosmarin, Salbei, Raute, Basilikum) an. In den Obstgärten wachsen Obstbäume und im Gemüsegarten baute man Rüben, Möhren, Zwiebeln und Kürbisse an.

Es blieben auch viele Blumenbeete mit traditionellen Blumenarten der Region erhalten. Zum Beispiel Malven, Sonnenblumen, Glocksinien, Pfingstrosen, Ringelblumen, Lilien, Astern und Löwenmaul.

Vor den Häusern und an den Feldrainen stehen alte Bäume (Linden, Eichen, Eschen), welche den Wohnhäusern, den vor dem Haus auf der Bank sitzenden Menschen oder den Feldarbeitern in der Sommerhitze Schatten spenden. Bäume symbolisieren seit Jahrhunderten das Leben. Sie schützen vor Blitzschlägen und geben den Bienen den Nektar für köstlichen Honig.

Das alles bewirkt, dass man hier diese besondere ländliche Atmosphäre spürt und die Menschen friedlich im Einklag mit der Natur leben.

 
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Typisches Gehöft in der Region des Białowieża-Urwaldes. Fotos: Archiv der Landkreisverwaltung Hajnówka.

 

Bei den alten Dorfstrukturen legte man Wert auf eine harmonische Intergration ins Landschaftsbild.

 

In einer Ecke der "guten Stube" brachte man die heilige Ikone an.

 

Vorstellung des alten Handwerks in der Urwald-Region.

 


Diesen Artikel präsentiert:
Landkreis Hajnówka
Im Land der Wisente und offenen Fensterläden.
 

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Quelle: money.pl
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