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Sehenswürdigkeiten in der Region Pommern

 

Schmalspurbahn nach Sztutowo und Mikoszewo

Ein absolute Attraktion für Touristen ist die Schmalspurbahn, welche von Nowy Dwór Gdański aus Richtung Norden nach Mikoszewo (an der Weichsel) bzw. Sztutowo fährt. Die Bahn, welche nur im Sommer verkehrt, ist eine der schönsten Schmalspurbahnen in Polen. Die Linie wird von einem Verein der Eisenbahnfreunde (Stowarzyszenia Żuławskiej Kolei Dojazdowej) betrieben. Durch das Engagement der Vereinsmitglieder bei der Restaurierung des Fuhrparks konnte die Bahn ihren alten Glanz wiedergewinnen.

Die erste Eisenbahnlinie mit einer Spurweite von 750 mm entstand im Weichseldelta im Jahre 1891. Sie verband die Ortschaften Nowy Staw und Kościeleczki. Die nur 4,5 km lange Strecke hatte nur einen Zweck: Die Zuckerrüben vom Sammelplatz zur Verarbeitung in die Fabrik nach Nowy Staw zu bringen. Eine Bahn mit Normalspur zu bauen war unmöglich, aber für die Schmalspurbahn hatte man durch das flache Land ideale Verhältnisse.

1897, also sechs Jahre später, als die Zuckerfabrik in eine deutsche Unternehmensgruppe eingegliedert wurde, begann der Ausbau der Strecke. Im November 1898 umfasste das Streckennetz schon 55,5 km. Die Orte Lichnowy und Kościeliczek waren zu erreichen und ein Abzweig führte nach Ostaszewo. Lisewo und Miłoradz. Die Züge transportierten überwiegend landwirtschaftliche Produkte, Kunstdünger, Baumaterialien und Kohle.

Auf dem Bahnhof in Lisewo trafen die Züge der Normalspur und der Kleinbahn aufeinander. Dort wurden auch die Waren umgeladen.

Die Westpreussische Kleinbahnen - Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin bekam am 8. Juni 1899 die Konzession, im Weichseldelta eine öffentlicher Schmalspurbahn zu bauen und zu betreiben. So wurde die Region bis Gdańsk und Malbork erschlossen.

Im Jahre 1901 war Nowy Dwór Gdański mit Ostaszewo verbunden. 1909 rollten Züge von Stalewo nach Jasna und von Nowy Dwór Gdański nach Lipinka. Der Abschnitt von Stutthof (Sztutowo) nach Kahlberg (Krynica Morska) wurde 1944 ausgebaut.

Nach und nach gewann der Personenverkehr an Bedeutung. Es wurden sogar Monatskarten verkauft. Es kamen auch immer mehr Urlauber und Wochenendausflügler.

Ein großes Problem der Bahnbaumeister war die Überwindung der vielen Flüsse und Kanäle Eine gewagte Idee war die Überquerung der Weichsel (heute die Orte Świbno und Mikoszewo) mit einer Fähre. Die Dampffähre Schiewenhorst II, mit einer Länge von fast 30 m, war eine absolute Neuerung. Den Fluss überquerte sie ohne eigene Maschine. Man nutzte die Dampfloks der Züge, um damit einen Seilwindenmechanismus anzutreiben. Weil die Züge aber zu lang waren, wurden sie bei der Überquerung geteilt.

Schiewenhorst II sank im Jahre 1945, wurde aber geborgen und restauriert. Von 1948 in 1959 verkehrte die Fähre unter dem Namen Świbno zwischen dem linken und rechten Ufer der Weichsel. Dann wurde die Weichselüberquerung aus Gründen der Renatbilität eingestellt. Vorallem im Winter bei Eisgang und den Schneeschmelzen gab es ständig Probleme.

Eine Besonderheit der Kleinbahn im Weichseldelta ist die Drehbrücke in der Ortschaft Rybina. Diese wurde gebaut, um den Schiffsverkehr auf der Szkarpawa zu gewährleisten. Die Stahlwerke - Dortmund AG baute 1905 diese 51 Meter lange Brücke, welche wie eine Drehscheibe von zwei Personen bedient wurde.

Als die Pumpenstationen zur Trockenlegung der Weichselpolder im März 1945 durch den Rückzug der Nazis ausfielen, überflutete das ganze Delta. Fast 65% der Eisenbahnlinien standen unter Wasser. Dadurch wurden auch die Bahnhöfe und Lokschuppen zerstört.

Nach dem Krieg wurde die Bahn wieder aufgebaut, aber mit zunehmender Motorisierung auf der Straße verlor die Schmalspurbahn an Bedeutung. Durch die Touristen im Jahre 1958 wurde das beste Betriebsergebnis in der Geschichte erzielt, aber das konnte den Verfall der Bahn nicht aufhalten. Man investierte noch in die Strecke, ersetzte 1984 die Dampfloks durch Diesellokomotiven, aber es rechnete sich nicht mehr. In den 1970er Jahre wurden die ersten Abschnitte stillgelegt. Am 8. September 1996 kam dann das vollständige Aus für die Passagierbeförderung. 1999 wurde auch der Güterverkehr eingestellt und die Betreibergesellschaft aufgelöst.

Im Jahre 2003 schafften es die Mitglieder des Vereins der Liebhaber der pommerschen Eisenbahnen (Pomorskiego Towarzystwa Miłośników Kolei Żelaznych) die Schmalspurbahn wieder aufleben zu lassen. Regelmäßig beförderten sie Touristen von Nowy Dwór Gdanski aus zum rechten Ufer der Weichsel nach Mikoszewo oder nach Sztutowo. Im Jahre 2006 entstand der Verein der Schmalspurbahn im Weichseldelta (Żuławskiej Kolei Dojazdowej). Dadurch konnte diese touristische Attraktion für die Gäste der Region erhalten werden.

Einige Fotos der Bahn sind im Internet zu finden. http://www.zkd.kom.pl/en_index.php Texte auf Englisch und Polnisch http://www.yesmedia.pl/zkd/index2.html dort unter Galeria (Texte auf Polnisch).

Die Schmalspurbahn hatte in ihrer Geschichte auch noch eine andere Bedeutung. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs diente die Kleinbahn zur Beförderung der Gefangenen in das deutsche Konzentrationslager Stutthof (heute Sztutowo). An die Opfer erinnert eine Gedenktafel am Bahnhof in Nowy Dwór Gdański.

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Eine Fahrt mit der Schmalspurbahn von Nowy Dwór Gdański nach Sztutowo und Mikoszewo ist eine wahre touristische Attraktion. Fotos: Verein

 

Unterwegs...

 

... und im Lokschuppen.

 

 
Diese Sehenswürdigkeit präsentiert Ihnen:

Landkreis Nowy Dwór Gdański

Zwischen dem Weichselwerder und dem Frischen Haff.

 
 

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Quelle: money.pl
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