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Ausstellungsbereich im Freilichtmuseum Skansen Olsztynek

 

Volksarchitektur aus der Region Masuren

Im Museum der volkstümlichen Bauweise kann man die Baustile und das Alltagsleben in früheren Jahrhunderten kennen lernen. Eine der hier präsentierten Regionen sind die Masuren, welche das größte zusammenhängende ethnografisch-historische Gebiet im Norden der heutigen Republik Polen darstellen. Die Masuren umfassen den südlichen und östlichen Teil der Woiwodschaft Warmińsko-Mazurskie (Ermland und Masuren). Im Westen begrenzen die Städte Ostróda und Działdowo das Gebiet, im Osten sind es Gołdap und Olecko.

Die Masuren präsentierenden Ausstellungsobjekte im Museum sind im ockerfarbigen Bereich zu finden. Diese Karte mit einer deutschsprachigen Legende kann man an der Museumskasse kaufen.

Die Landschaft ist leicht hügelig und von zahlreichen Seen, Flüssen und Bächen durchzogen. Knapp ein Drittel der Fläche ist von Wäldern bedeckt. Während im nördlichen Teil von Masuren Laubwälder überwiegen, verändert sich Richtung Süden die Waldstruktur. Von Mischwäldern geht es in reine Kiefernwälder über.

Die Dörfer im westlichen Teil von Masuren entstanden bereits im Mittelalter. Der Osten der Region wurde dagegen erst im 17. Jahrhundert in größerem Stil besiedelt, wobei es große Unterschiede in der dörflichen Siedlungsstruktur und der Größe der bäuerlichen Gehöfte gab.

Ein Gehöft hat gewöhnlich die Form eines Quadrats oder eines Rechtecks. Das Wohnhaus (oft einfache Hütten) steht an der Straße. Über den Hof befand sich die Scheune und dahinter erstreckte sich das Feld. An den Seiten des Hofes baute man die Wirtschaftsgebäude, insbesondere Ställe für Schweine, Kühe, Ziegen, Schafe und Hühner. Oft hatte man noch einen weiteren Schuppen.

Die vielen Wälder prägten auch die Bauweise. Schon vom Mittelalter an nutzte man das Kiefernholz als Baumaterial. Diese Bauweise war schon typisch für die ersten Bewohner von Masuren (die Prussen) und wurden auch von den neuen Siedlern übernommen. Bis ins 18. und 19. Jahrhundert veränderte sich der Baustil nicht grundlegend.

Eine gewöhnliche Bauernhütte war nicht groß. Die Kleinsten hatten oft nur eine Kammer und eine Diele, wo sich auch der Herd befand. Größere Bauernhäuser bestanden aus einer Diele, drei Kammern und einer Wohnküche. Das Aussehen war fast immer gleich. Von der Diele aus gelangte man direkt in die Küche. An der Seite befand sich die große Stube. Manchmal schloss sich eine kleinere Kammer an.

Die ältesten Bauernhöfe waren so gestaltet, dass an das Wohnhaus auch gleich der Stall angebaut war. Dies verringerte die Gefahr von Diebstählen wesentlich.

Die gebräuchlichste Form der Dächer war das Satteldach, welches anfangs mit Schilf und zu späterer Zeit mit roten Dachziegeln gedeckt wurde. Typische Elemente der masurischen Architektur waren hervorstehende Regendächer an der Giebelseite, welche Regen und Schnee abhielten. Der Hauseingang befand sich immer an der langen Hausseite, niemals an der kürzeren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man die Gehöfte mit einer Veranda zu bauen. Beim überwiegenden Teil der alten masurischen Bauernhäuser findet man an den Giebelwänden dekorative Dachreiter oder verzierte symmetrische Sparren, welche die Bewohner vor bösen Mächten schützen sollten.

Die Fenster und Türen bemalte man oft mit grüner oder blauer Farbe. Ähnlich waren auch Einfassungen der Fenster und Türen sowie die Fensterläden. Neben dem Farbkontrast zu den schwarzen oder braunen Wänden hatte die Bemalung einen praktischen Nutzen: die Insekten wurden so abgeschreckt.

Text: Michał Poniewski
 
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Bauernhaus aus Gansen (heute Gązwa). Foto: Museum
 

Das Bauernhaus von innen. Blick in die Wohnküche. Foto: Museum
 

Hölzerne Dorfkirche aus Riechenau (heute Rychnowo). Foto: Museum
 

Zwischen den Gehöften findet man Nutztiere, hier eine Herde Skudde-Schafe. Foto: Maik Veit


Diesen Artikel präsentiert:
Muzeum Budownictwa Ludowego - Park Etnograficzny w Olsztynku
Volkstümliche Bauweise lebendig dargestellt.
 

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Quelle: money.pl