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Ausstellungsbereich im Freilichtmuseum Skansen Olsztynek

 

Ausstellungssalon in früherer Kirche und Mrongovius-Haus

Zum in Olsztynek beheimateten Museum des volkstümlichen Bauwesens gehören auch noch Ausstellungsobjekte aus der Zeit des Mittelalters. Diese findet man jedoch nicht im Museumskomplex, sondern direkt im Stadtzentrum von Olsztynek.

Die heutige Stadt Olsztynek bekam vom Hochmeister des Deutschen Ordens, welcher damals Winrich von Kniprode war, das Privileg verliehen, den Stadtnamen Hohenstein zu führen. Wie damals üblich, legte man die Stadt in Form eines regelmäßigen Rechtecks an, wobei die Achse in Nord-Süd-Richtung zeigte. Die gesamte Stadt wurde mit einer durchgehenden Verteidigungsmauer aus Feldsteinen umgeben.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtete man in der nordwestlichen Stadtgrenze eine Wehrkirche, welche bei Kriegen und Unruhen eine Verteidigungsfunktion hatte. Im 17. Jahrhundert erfuhr die Kirche einen Umbau. Im Ersten Weltkrieg erlitt die Kirche Beschädigungen und musste 1933 neu aufgebaut werden. 1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges brannte die Kirche erneut ab. Fast 30 Jahre später (1974) begann man in der Polnischen Volksrepublik mit dem Wiederaufbau, welcher 1977 abgeschlossen war. Danach erhielt die Kirche jedoch eine neue Funktion: es entstand ein Ausstellungsraum.

In Nachbarschaft der Kirche findet man heute noch Teile des nordwestlichen Abschnitts der alten Stadtmauer. Der zum Museum gehörige Teil der mittelalterlichen Mauern wurde im Zeitraum 2007 bis 2008 restauriert. Die Finanzierung erfolgte gemeinsam durch das polnische Kulturministerium, das Woiwodschaftsamt und die Stadtverwaltung von Olsztynek.

Ursprünglich befanden sich in der Linie der alten Stadtmauern rechteckige Basteien, welche zur Stadtseite hin offen waren. Bereits im 16. Jahrhundert baute man einige dieser Basteien zu Wohnhäusern um. Die Wände auf der zur Stadt zeigenden Seite wurden verlängert und oben ein Dach aufgesetzt. Nach dem Stadtbrand von 1685 passierte mit fast allen Basteien.

Eines der Gebäude, welches aus einer solchen rechteckigen Bastei entstand, ist das Pfarrhaus der einstigen evangelischen Kirchgemeinde. Es steht neben der hier beschriebenen Kirche. An dem Umbau erinnert die Inschrift „Renowatum Anno 1684”.

Im Erdgeschoss befand sich die evangelische Schule und darüber war die Pastorenwohnung. In dieser lebte zwischen 1761 und 1767 Bartolomäus Mrongovius, welcher Rektor dieser Schule war. Hier wurde am 19. Juli 1764 sein Sohn Christoph Cölestin Mrongovius geboren. Aus diesem wurde später ein bekannter Linguist, Übersetzer, Philosoph, Lehrer und evangelischer Pastor.

In Polen ist er gerade deshalb so anerkannt, weil er zu preußischen Zeiten als Verteidiger des Polentums auftrat und sich für eine Verbreitung der polnischen Sprache einsetze.

Das einstige Schulgebäude wurde von der evangelischen Kirchgemeinde im Jahre 1894 an die Stadtverwaltung verpachtet, welche darin ein Krankenhaus und ein Altenheim unterbrachte.

Nach 1945 nutzte man das historische Gebäude lange Zeit für Wohnungen. Im Jahre 1983 erfolgten Sanierungsarbeiten es entstand ein Museum über Christoph Cölestin Mrongovius. In Polen wird dessen Name in folgender Schreibweise verwendet: Krzysztof Celestyn Mrongowiusz.

Bearbeitung: Maik Veit
 
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Die frühere Kirche im Stadtzentrum von Olsztynek ist jetzt ein Ausstellungssalon. Foto: Museum
 

Blick in den Innenraum. Foto: Museum
 

Neben der Kirche steht das Haus, wo Christoph Cölestin Mrongovius geboren wurde. Foto: Museum
 

Hier findet man noch Reste einer früheren Bastei. Foto: Museum


Diesen Artikel präsentiert:
Muzeum Budownictwa Ludowego - Park Etnograficzny w Olsztynku
Volkstümliche Bauweise lebendig dargestellt.
 

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Quelle: money.pl