Logo Urlaubsland Polen
Leerpixel
Urlaub in PolenStartseite
NachrichtenNachrichten
UrlaubsregionenUrlaubsregionen
FerienobjekteFerienobjekte
LeerpixelAusflugstipps
LeerpixelSehenswürdigkeiten
LeerpixelKochrezepte
LeerpixelHansestädte in
LeerpixelPolen
LeerpixelNationalparks
Leerpixelin Polen
Leerpixelethnografische
LeerpixelFreilichtmuseen
Leerpixel
Leerpixel
Leerpixel
LeerpixelRedaktion
LeerpixelKontakt
LeerpixelImpressum


Erstellt mit
WebEdition
Version 7.0.3.0
Leerpixel
Webseite Freunden empfehlen
 
 

Ausstellungsbereich im Freilichtmuseum Skansen Olsztynek

 

Amalang - eine pruzzische Siedlung

Die Exponate im ethnografischen Museum der Volksbauweise stammen im Moment aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Ziel ist es jedoch, auch das Leben der ersten Bewohner der Region in einer populärwissenschaftlichen Weise zu vermitteln. Dazu nutzt man die ethnografischen Forschungsergebnisse der ermländisch-masurischen Universität in Olsztyn über die frühmittelalterlichen Verteidigungsanlagen und Wohnsiedlungen sowie der religiösen Kulte, welche in diesem Teil prussischer Erde existierten.

Die vergleichenden Studien befassten sich mit dem Leben der baltischen, slawischen und germanischen Völker (hier konkret den Sachsen). Weil es an ausreichendem einheimischen wissenschaftlichen Material mangelt, griff man in den Thesen auf Ähnlichkeiten in den Formen des gesellschaftlichen Lebens, der Nutzung der Umwelt sowie des Glaubens zurück. In diesem Teil des heutigen Polens lebten einst verschiedene prussische Stämme.

Im Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen reifte die Idee, im Gelände des ethnografischen Freilichtmuseums Olsztynek einen Bereich zu schaffen, wo Besucher das Leben der Prussen kennen lernen können. Auf einer „Hexenberg“ genannten Anhöhe entsteht ein Komplex unter dem Namen "Amalang“.

Der Standort des Projektes ist jedoch kein Zufall. Der an der ermländisch-masurischen Universität angesiedelte Verein PRUTHENIA stellte in seinen Untersuchungen fest, dass auf dieser Anhöhe um die Jahre 400 bis 300 Jahre vor Christus eine Verteidigungssiedlung aus der westbaltischen Grabhügelkultur in der Bronze- und Eisenzeit bestand.

Amalang wird die Rekonstruktion einer prussischen Siedlung. Auf der Anhöhe entsteht eine Verteidigungsburg, südlich davon ein „heiliger Hain“ (eine heidnische Kultstätte) und nördlich der Burg findet man jetzt schon eine Pallisaden bewehrte Handwerkersiedlung. In dem Komplex sollen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen präsentiert, archeologische Feste veranstaltet und Unterrichtsstunden zur „lebendigen Geschichte“ angeboten werden.

In der Handwerkersiedlung sollen acht bis neun Einzelobjekten zu finden sein: eine baltische Kochstelle, ein halb in die Erde gebautes Wohngebäude sowie handwerkliche Bereiche (Holz-, Bernstein- und Lederbearbeitung, Weber, Töpfer, Steinmetz, Schmied, Eisenhütte).

Die verwendete Baumaterialien sind durch archäologische Funde gesichert. Es sind Holzkonstruktionen (Palisaden und Flechtwerk), welche durch natürliche Rohstoffe wie Steine, Schilf, Stroh, Grasnarben und Korbweide ergänzt werden.

Im zweiten Abschnitt wird der „Heilige Hain“ mit Stelen heidnischer Reliefs und steinerne Altäre gebaut. Hier sollen die Rituale und Gebräuche gezeigt werden, welche anfangs in mündlicher Überlieferung und später aufgeschrieben die Jahrhunderte überlebt haben.

In der dritten Etappe baut man, wenn die archäologischen Forschungen abgeschlossen sind, auf der großen Anhöhe eine zweistufige Burg mit einem Wohn- und Verteidigungsturm. Die Burg und die Wohnsiedlung werden über einen hölzernen Steg und Tore verbunden. Alles gemeinsam wird als "Amalang" zum ethnografischen Freilichtmuseum gehören.

Bearbeitung: Maik Veit
 
[ zurück ]
 

Blick vom Hexenberg auf das Gelände der Siedlung Amalang. Foto: Maik Veit
 

Schamane in der Wohnsiedlung. Fotos: Museum
 

Prussische Kräuterfrau. Foto: Museum
 

Skizze der Siedlung Amalang. Zeichnung: Museum


Diesen Artikel präsentiert:
Muzeum Budownictwa Ludowego - Park Etnograficzny w Olsztynku
Volkstümliche Bauweise lebendig dargestellt.
 

Alle unsere Fotos und Texte sind urheberrechtlich geschützt und bei jeder Nutzung honorarpflichtig (siehe AGB). Jegliche Verwendung nur nach ausdrücklicher schriftlicher Bestätigung durch unsere Redaktion.
 

 

Suche in den Nachrichten


RSS  
RSS aktuelle Urlaubsnachrichten aus_Polen
Urlaubsnachrichten
Ermländische Thermen werden bald eröffnet
Landkreis Słupsk - eine interessante Ferienregion zu jeder Jahreszeit
Herbstliche Impressionen aus dem Weichseldelta
Ermländischer Wallfahrtsort Chwalęcin
Sanok - Auf den Spuren des braven Soldaten Schwejk
Kursentwicklung Euro-Złoty
Umtauschkurs Euro Złoty
Quelle: money.pl