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Ausflugstipp für die Region Podlaskie

 

Unterwegs im Land der offenen Fensterläden

Start: Narew

Ziel: Puchły

Entfernung: 16 km

Zeitdauer: 4 Stunden

Der Wanderweg im Land der offenen Fensterläden verläuft durch fünf im Narew-Tal gelegene Ortschaften: Narew, Ancuty, Trześcianka, Soce und Puchły. Diese sind unter dem Aspekt der architektonischen Gestaltung einzigartig. Das Besondere der Dörfer ist die hölzerne Architektur der Wohnhäuser, Gehöfte und sakralen Gebäude. Bis in die heutige Zeit erhielten sich die reich verzierten Fassaden und Giebel sowie die meisterhaft in Holz geschnitzten Fensterumrahmungen, Fensterläden, die Windfänge, Eckverzierungen und Dachreiter. Eine solche Ornamentik, welche man in keiner anderen Region von Polen findet, hat ihren Ausgangspunkt in der russischen Dekorationskunst der volkstümlichen Bauweise. Die gastfreundlichen Leute in den drei Dörfer bekennen sich überwiegend zum orthodoxen Glauben.

Der erste Ort auf dieser Route ist Narew, wo man die erhaltene Struktur aus dem 16. Jahrhundert findet, mit Marktplatz und Stadtzentrum. Im Jahre 1514 verlieh König Siegmund der Alte Narew die Stadtrechte. Diese blieben bis 1934 erhalten. Damals war Narew als Hafenzentrum der Binnenschiffahrt bekannt, welches an dem wichtigen Handelsweg zwischen Vilnius (damals Wilna) und Grodno nach Bielsk Podlaski, Brest und weiter nach Lublin und Kraków lag.

Zu den wichtigsten Denkmälern der Ortschaft gehören die hölzerne Kirche aus dem Jahre 1775, welche dem Hl. Bischof Stanisław sowie Maria Himmelfahrt geweiht wurde, die hölzerne orthodoxe Kirche Erhöhung des Heiligen Kreuzes aus dem 19. Jahrhundert sowie die gemauerte römisch-katholische Friedhofskapelle Hl. Vincent, welche zwischen 1840 und 1848 entstand.

Ein weiterer Ort auf der Route ist das Dorf Ancuty, wo sich nach alten Überlieferungen ein Gutshof auf dem Königsweg befunden haben soll. Weiter fährt man nach Trześcianka, einer Ansiedlung aus dem 16. Jahrhundert. Der Name stammt von einem See oder Teich ab, welcher mit Schilfrohr bewachsen war oder von der Anordnung der Dorfbebauung mit drei Seiten.

Im 19. Jahrhundert gab es hier eine Kirchgemeinde-Schule mit einer Lehrerausbildung und einer Gewerbeklasse. Heute findet man hier die hölzerne Pfarrkirche Erzengel Michael, welche 1867 gebaut wurde. In dem Dorf sieht man besonders reiche Verzierung der Fenster, Türen und Veranden, sowie bunt bemalte Fensterläden. Die Häuser baute man mit den Giebelseiten zur Straße. Auf den schmalen Grundstücken steht Haus an Haus. Weiter hinten im Grundstück befinden sich die Wirtschaftsgebäude.

Das Dorf Soce ist der nächste Abschnitt aus dem Pfad im Land der offenen Fensterläden, welcher auf Polnisch „Kraina Otwartych Okiennic“ heißt. Das Dorf stammt höchstwahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert und der Name wird vom Wasser abgeleitet. Konkret vom Wasserschöpfen, welches in der einheimischen Mundart „socenia” genannt wird.

Der Überlieferung zufolge wütete im Dorf einst eine schreckliche Epidemie und man kam nicht nach, alle Verstorbenen zum weit entfernten Friedhof zu bringen. Deshalb beschloss man, seine Angehörigen im nahen Wald zu bestatten. In einer Nacht hörte ein Mann plötzlich eine Stimme, die befahl, dass alle Männer des Dorfes im Laufe eines Tages vier steinerne Kreuze anzufertigen und an den Ecken des Dorfes aufzustellen haben. Die Frauen sollten die Kreuze mit langen gesponnenen Fäden verbinden. So geschah es und die Epidemie fand ein Ende. Eines der Kreuze jedoch blieb unvollendet, weil einem Mann die Zeit nicht ausreichte. In diesem Zustand überdauerte es bis in die Gegenwart.

Der letzte Ort auf dieser Tour ist das Dorf Puchły, ein Ort wundervoller Offenbarungen. Überlieferungen berichten von einem Anwesen, dessen Besitzer ein böser und strenger Mensch war. Die geplagten Untertanen flehten die Mutter Gottes im Beistand an. Eines Tages erblickte der an Wassersucht leidende Gutsbesitzer auf der Spitze einer alten Linde eine Marien-Ikone. Danach gesundete er schnell, aber sein gesühnter Geist spukte im Wald. Als darauf die Leute die Gottesmutter erneut anbeteten, verschwand der Spuk entgültig. Dort, wo einst die Linde mit dem Gnadenbild wuchs, steht heute die hölzerne Kirche Fürsorge der Mutter Gottes mit der Wunder vollbringenden Ikone der Gottesgebärerin.

Wenn man die Tour in Hajnówka beginnt und auch wieder beendet, beträgt die Gesamtlänge 107 Kilometer.

 
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Land der offenen Fensterläden. Fotos: Archiv der Landkreisverwaltung Hajnówka.

 

Ursprüngliche Holzdekoration der Fenster.

 

Hier findet man eine große Anzahl schöner alter Häuser aus Holz.

 

Volkstümliche Bauweise mit eindeutig weißrussischem Einfluss.

 

 
Diesen Ausflugstipp präsentiert Ihnen:

Landkreis Hajnówka

Im Land der Wisente und offenen Fensterläden.
 
 
 
 
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Quelle: money.pl