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Ausflugstipp für die Region Ermland und Masuren

 

Herder-Museum und Attraktionen rund um die Stadt Morąg

Start: Morąg

Ziel: Morąg

Entfernung: etwa 50 km

Zeitdauer: 5 Stunden

Der Dichter und Philosoph Johann Gottfried von Herder wurde am 25. August 1744 im ostpreußischen Mohrungen geboren. Heute heißt die Stadt Morąg und befindet sich im Landkreis Ostróda. Auf dieser Ausflugstour erkunden Sie Morąg und die Umgebung der Stadt. Ein Besuch im Herder-Museum steht mit auf dem Programm. Der deutsche Dichter hatte ein besonderes Verhältnis zu Polen. Herder beschäftigte sich in einigen Werken mit der polnischen Kultur und war gegen die polnischen Teilungen. Das Herder-Museum, als Außenstelle des Ermländisch-Masurischen Museums, ist im Dohna-Schlösschen untergebracht (Adresse ul. Dąbrowskiego 54, Öffnungszeiten täglich außer Montag 9.00 - 17.00 Uhr).

Das Schlösschen entstand in den Jahren 1562 bis 1571. Beim großen Stadtbrand von 1697 wurde es zerstört und erst zwischen 1717 und 1719 durch Johann Caspar Hindersin, dem königlich-preußischer Landbaumeister für das Oberland, wieder aufgebaut.

Die hier gezeigten Exponate geben einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Region. Besonders in die Kunst auf den Gutshöfen der jüngeren Vergangenheit. Das Museum verfügt zudem über eine außerordentlich reiche Sammlung niederländischer Malerei aus dem 17. und 18. Jahrhundert, welche zu den wertvollsten Sammlungen dieser Epoche im Nordosten von Polen zählen.

Auf dem Hof des Schlößchens können wir ein außerordentlich seltenes Exemplar einer barocken Sonnenuhr bewundern. Diese wurde 1741 aus Sandstein gefertigt, hat die Form einen hohen Sechsecks und besitzt Kugeln, welche wiederum mehrere Uhren bilden.

Die ursprüngliche Kreuzritterburg von Mohrungen wurde im Jahre 1280 an der nördlichen Spitze des Mohrunger Sees gebaut. Die gemauerte Burg hatte neben der Verwaltungs- auch eine Verteidigungsfunktion für die von Norden und Westen in südliche Richtung verlaufenden Straßen. Höchstwahrscheinlich war das Bauwerk in Form eines regelmäßigen Vierecks von einem Festungsgraben umgeben.

Im 15. Jahrhundert wurde Mohrungen für kurze Zeit zum Sitz des Hochmeister des Deutschen Ordens Heinrich Reuß von Plauen, welcher hier im Jahre 1470 starb. Nach der Säkularisierung des Ordens saßen hier die Beamten des Fürstentums und die calvinische Kirche. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg teilweise abgetragen und umgebaut. Gegenwärtig bemüht sich ein privaten Besitzer um die Rekonstruktion der Kreuzritterburg.

Das gotische Rauhaus aus dem 14. Jahrhundert erhielt trotz zahlreicher Umbauten seinen mittelalterlichen Charakter. Es ist eines der vielen Beispiele für diesen Bautyp im Ermland und Masuren. Mehrfach wurde das Rathaus durch Brände zerstört, aber genau so oft wurde es wieder aufgebaut (auch in den Jahren 1947-48). Das rechteckige Gebäude mit zwei stark gegliederten Giebeln errichtete man aus Ziegeln. Das Dach krönt ein schmaler Uhrenturm.

Die Kanonen vor dem Rathaus wurden in Belgien gegossen und stammen aus der Zeit des preußisch-französischen Krieges 1870-71. Nach Morąg kamen sie jedoch erst 1914.

Die den Aposteln Peter und Paul gewidmete gotische Pfarrkirche errichtete man vom Anfang des 14. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts. Es ist ein seltenes Beispiel für ein dreischiffiges Gebäude mit einem dreiseitigen Presbyterium. Der Kirchturm steht zwischen dem Presbyterium und dem nördlichen Schiff. Südlich davon befindet sich eine Kapelle und nördlich eine Vorhalle mit reich verzierten Firsten. Die Kirche ist zudem reich mit einzigartigen Elementen ausgestattet. Beispielsweise einem Wandgemälde aus dem 15. Jahrhundert im Presbyterium, einem großem Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert und gehauenen Grabplatten vom Ende des 14. Jahrhunderts, welche an die Eheleute von Dohna – die Wohltäter der Kirche – erinnern. Wertvoll sind auch die barocken Altarfiguren, Fragmente eines Taufbeckens sowie die restaurierte Orgel, welche einst von einer einheimischen Orgelbaufirma angefertigt wurde, welche in ganz Preußen tätig war.

Nach diesen Besichtigungen in Morąg begeben wir uns auf die Reise ins Umland. Auf der Straße 528 geht es etwa 10 Kilometer ostwärts, bis zum Abzweig nach Roje. Hier biegen wir rechts ab und folgen der Straße bis nach Ponary, wo sich der Palast befindet, welcher einst der Familien von der Groeben gehörte. Außer dem barocken Palast aus dem 17. Jahrhundert ist der dazugehörige Landschaftspark sehenswert. Jetzt fahren wir nach Boguchwały, wo sich die aus dem Jahre 1620 stammende Kirche Hl. Barbara befindet.

Das nächste Ziel ist Bieniasze. Der dortige Gutshof wurde bereits 1543 erwähnt. Das Gebäude, welches wir heute bewundern können, stammt jedoch aus dem 18. Jahrhundert und wurde später umgebaut, wobei man die auf der Seeseite befindliche gusseiserne Veranda anbaute. Ende des 19. Jahrhunderts gehörte das Gut der Familie von Petzinger. Von damals ist noch ein Park mit einen schönen alten Baumbestand erhalten. Ende der 90er Jahre renoviert, ist das Gutshaus heute eine Pension.

Von Bieniasze aus ist es nicht weit nach Milakowo, wo es zwei sehenswerte alte Kirchen gibt.

Über die Straße 528 durch Morąg geht es nun nach Dobrocin. Der dortige Palast wurde im 17. und 18. Jahrhundert gebaut und in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts im Stile der Neorenaissance umgestaltet. Er besteht aus einem zentralen Hauptgebäude, zwei rechtwinklig angeordneten Seitenflügeln sowie einem Eckturm, wie er für französische Anlagen im 17. Jahrhundert typisch war. An der Frontseite schließt sich ein geschlossener Hof an und an der Rückseite gibt es einen Garten. Westlich, unweit des Palastes, steht ein spätbarockes Wirtschaftsgebäude, ein Trojak (Doppelhaus mit drei Räumen), welches zur Wende des 18. zum 19. Jahrhundert errichtet wurde. Auf dem Friedhof neben dem Palast steht eine ehemalige Leichenhalle im klasizistischen Stil (18. Jh.).

Nun fahren wir auf der Straße 528 westlich nach Wilamowo. Die dortige Kirche wurde in den Jahren 1754-55 errichtet und 1842 grundlegend umgebaut. Der Hauptaltar stammt noch aus der Zeit des Kirchenbaus.

Nun könnte man in einem Gasthaus zu einem kleinen Imbiss einkehren. Dafür empfehlen wir ein nicht weit entferntes historisches Gebäude. Dort, wo die Straße 528 auf die Landesstraße 7 trifft, biegt man nach rechts ab und nach ein paar Metern steht rechts das Gasthaus „Pod Kłobukiem“.

Das neogotische Schlösschen in seiner jetzigen Form wurde etwa 1820 erbaut. Zuvor war es Bestandteil eines größeren Palastkomplexes, welcher zu den Gütern von August dem Starken gehörte und während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde. Erhalten blieben nur ein Wirtschaftsgebäude (der heutige Gasthof), das Einfahrtstor und Überreste eines herrlichen Parkes mit geschützten Bäumen.Darunter ein etwa 150-jähriger Lebensbaum, einer der größten in Polen. Am Rande des Parks steht die etwa 400-jährige Eiche "Klobuk". In diesem Gut soll Georg Steenke, der Baumeister des Oberländer Kanals, während der Bauarbeiten gewohnt haben.

Gut gestärkt können wir die Rückfahrt nach Morąg antreten. Man kann entweder direkt über die Straße 528 dahin fahren oder über zwei Dörfer. Im Dorf Słonecznik gibt es einen Gutshof, dessen ältester Teil aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt. Ausgebaut und erweitert wurde der Komplex nach 1865.

In Bożęcin steht ein Gutshof im klasizistischen Stil. Das einstöckige Gebäude mit einem zweistöckigen Risalit an der Vorderseite wurde aus Ziegeln gemauert und hat ein nach zwei Seiten abfallendes Dach. Im Risalit befindet sich eine große Terasse, welche auf vier Säulen gestützt ist.

Über eine kleine Dorfstraße fahren wir nach Morąg zurück und beenden diesen interessanten Ausflug.

 
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Im Dohna-Schlösschen befindet sich das herder-Museum. Fotos: Landkreisverwaltung (5)

 

Das Rathaus von Morąg.

 

Palast im Gutshof Bienasze.

 

Kirche Hl. Elisabeth in Wilamowo.

 

Palast in Dobrocin.

 

 
Diesen Ausflugstipp präsentiert Ihnen:

Landkreis Ostróda

Wo die Schiffe über die Wiese fahren.
 
 
 
 
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Quelle: money.pl